
MARWAX PARTNERLEITFADEN 2026
PROFESSIONAL BOAT CARE NETWORK
MARWAX – MAKES BOATS SHINE
1. WILLKOMMEN IM MARWAX PARTNER NETWORK
Herzlich willkommen im MARWAX Partner Network.
MARWAX steht für professionelle Boots- und Yachtpflege, hochwertige Aufbereitung und den Anspruch, aus guter Arbeit sichtbare Ergebnisse zu machen.
Mit unserem Partner Network verbinden wir selbstständige Bootspflege-Profis, Aufbereitungsbetriebe und qualifizierte Dienstleister zu einem professionellen Netzwerk.
Unser gemeinsames Ziel:
Professionelle Bootspflege mit einem einheitlichen Qualitätsanspruch.
Als MARWAX Partner bist du nicht Mitarbeiter von MARWAX, sondern ein selbstständiger Unternehmer und Teil eines professionellen Netzwerks.
2. UNSERE PHILOSOPHIE
Bei MARWAX geht es nicht darum, möglichst schnell möglichst viel Material auf ein Boot zu bringen.
Es geht darum, eine Oberfläche zunächst richtig zu beurteilen, die passende Vorgehensweise zu wählen und anschließend sauber und nachvollziehbar zu arbeiten.
Unser Grundprinzip:
ANALYSE → VORBEREITUNG → AUFBEREITUNG → FINISH → VERSIEGELUNG
Jedes Boot ist anders.
Alter, Gelcoat, Zustand, Vorschäden, Verschmutzung, Auskreidung und bisherige Pflege beeinflussen die Vorgehensweise.
Deshalb gibt es bei MARWAX keine pauschale „Ein-Produkt-für-alles“-Philosophie.
3. DEINE ROLLE ALS MARWAX PARTNER
Als Partner repräsentierst du MARWAX gegenüber deinen Kunden.
Dazu gehören insbesondere:
Professionelles Auftreten
-
pünktliches Erscheinen
-
saubere Arbeitskleidung
-
gepflegtes Auftreten
-
höfliche Kommunikation
-
transparente Angebote
-
nachvollziehbare Rechnungen
Professionelles Arbeiten
-
sorgfältige Zustandsanalyse
-
strukturierte Arbeitsabläufe
-
geeignete Maschinen und Materialien
-
sorgfältiger Umgang mit Kundenbooten
-
saubere Arbeitsplätze
-
Dokumentation bei Bedarf
Professionelle Kommunikation
Der Kunde soll jederzeit wissen:
Was wird gemacht?
Warum wird es gemacht?
Was kostet es?
Welches Ergebnis ist realistisch?
4. DER MARWAX QUALITÄTSSTANDARD
Jeder Partner verpflichtet sich zu einem professionellen Mindeststandard.
VOR DER ARBEIT
Das Boot wird zunächst besichtigt.
Zu dokumentieren bzw. zu prüfen sind unter anderem:
-
Zustand des Gelcoats
-
Verschmutzungen
-
Auskreidung
-
Oxidation
-
Kratzer
-
Beschädigungen
-
bestehende Versiegelungen
-
Folierungen
-
empfindliche Bauteile
-
Kunststoff- und Metallflächen
Wichtig:
Nicht jede Oberfläche darf gleich behandelt werden.
Bei Unsicherheit gilt:
Erst prüfen – dann polieren.
5. KUNDENBOOT DOKUMENTIEREN
Vor größeren Arbeiten empfehlen wir eine fotografische Dokumentation.
Besonders sinnvoll:
-
Gesamtansicht
-
Bug
-
Heck
-
Steuerbord
-
Backbord
-
Deck
-
auffällige Vorschäden
-
besonders empfindliche Bereiche
Die Dokumentation schützt sowohl den Kunden als auch den Partner vor späteren Missverständnissen.
6. DIE MARWAX ARBEITSSTRUKTUR
STEP 1 – CLEAN
Die Oberfläche wird gründlich gereinigt.
Ziel:
Schmutz entfernen und eine saubere Ausgangsbasis schaffen.
STEP 2 – INSPECT
Die Oberfläche wird erneut kontrolliert.
Fragen:
-
Wie stark ist die Auskreidung?
-
Wie tief sind vorhandene Defekte?
-
Welche Bereiche benötigen intensivere Bearbeitung?
-
Gibt es unterschiedliche Oberflächenzustände?
STEP 3 – CUT
Je nach Zustand erfolgt die intensive Aufbereitung.
Ziel:
Oxidation, matte Bereiche und vorhandene Oberflächendefekte reduzieren.
Dabei gilt:
So viel wie nötig – so wenig wie möglich.
STEP 4 – POLISH
Anschließend erfolgt die Verfeinerung der Oberfläche.
Ziel:
Klarheit, Glanz und ein gleichmäßiges Finish.
STEP 5 – FINISH
Die Oberfläche wird auf Rückstände, Hologramme und Unebenheiten kontrolliert.
Das Boot soll ein möglichst gleichmäßiges Erscheinungsbild erhalten.
STEP 6 – PROTECT
Erst wenn die Oberfläche entsprechend vorbereitet ist, erfolgt die Versiegelung.
Ziel:
Schutz + Glanz + erleichterte zukünftige Pflege.
7. VERSIEGELUNG
Die Versiegelung ist kein Ersatz für eine professionelle Vorbereitung.
Der Grundsatz lautet:
Eine Versiegelung kann eine gute Oberfläche schützen – sie ersetzt keine gute Aufbereitung.
Der Partner muss die jeweiligen Verarbeitungshinweise des verwendeten Produkts beachten.
Insbesondere sind zu berücksichtigen:
-
Untergrund
-
Temperatur
-
Luftfeuchtigkeit
-
Ablüftzeit
-
Auftrag
-
Auspolieren
-
Aushärtezeit
-
Kontakt mit Wasser
8. REALISTISCHE KUNDENERWARTUNGEN
Ein professioneller MARWAX Partner verspricht niemals ein unrealistisches Ergebnis.
Beispielsweise:
„Wie neu“
ist nicht bei jedem Boot technisch möglich.
Alter, Materialzustand, tiefe Beschädigungen und bereits vorhandener Materialabtrag können das Ergebnis begrenzen.
Deshalb gilt:
Immer ehrlich beraten.
Ein professioneller Partner verkauft nicht das maximal mögliche Versprechen.
Er verkauft eine realistische Lösung.
9. ANGEBOTSERSTELLUNG
Vor Beginn eines Auftrags sollte der Kunde ein nachvollziehbares Angebot erhalten.
Das Angebot sollte möglichst enthalten:
-
Boot / Yacht
-
Länge
-
zu bearbeitende Bereiche
-
Zustand
-
geplante Arbeitsschritte
-
verwendete Produkte bzw. Verfahren
-
Versiegelung
-
Preis
-
eventuelle Zusatzarbeiten
-
voraussichtlicher Zeitraum
Zusatzarbeiten
Werden während der Arbeit weitere notwendige Arbeiten festgestellt, sollte der Kunde vor deren Durchführung informiert werden.
10. MARWAX PREISPHILOSOPHIE
MARWAX schreibt seinen Partnern grundsätzlich keine individuellen Endkundenpreise vor.
Der Partner kalkuliert selbstständig.
Die Kalkulation sollte jedoch professionell erfolgen.
Zu berücksichtigen sind beispielsweise:
Arbeitszeit
Material
Maschinenverschleiß
Anfahrt
Wasser / Strom
Versicherung
Entsorgung
Nacharbeit
Unternehmerischer Gewinn
Ein professioneller Preis entsteht nicht ausschließlich aus der Größe des Bootes.
11. KUNDENKONTAKT
Der Kunde erwartet nicht nur ein glänzendes Boot.
Er erwartet Vertrauen.
Deshalb:
Vorher erklären.
Währenddessen informieren.
Nachher dokumentieren.
Nach Abschluss empfiehlt sich eine kurze Übergabe:
-
Was wurde gemacht?
-
Welche Bereiche wurden bearbeitet?
-
Welche Produkte wurden verwendet?
-
Wie sollte das Boot künftig gepflegt werden?
-
Wann ist eine erneute Aufbereitung sinnvoll?
12. VORHER / NACHHER
Vorher-Nachher-Bilder sind ein wichtiger Bestandteil der MARWAX Kommunikation.
Dabei sollte möglichst:
-
derselbe Bereich
-
ähnlicher Winkel
-
ähnliche Entfernung
-
vergleichbare Lichtbedingungen
verwendet werden.
Keine irreführende Bildbearbeitung.
Ziel:
Das Ergebnis soll sichtbar sein – nicht künstlich erzeugt werden.
13. MARWAX AUF SOCIAL MEDIA
Partner können ihre Arbeiten auf Social Media präsentieren.
Empfohlene Inhalte:
BEFORE
„GFK-Oberfläche stark ausgekreidet.“
PROCESS
„Aufbereitung – Cut & Polish.“
AFTER
„Finish & Versiegelung.“
Mögliche Hashtags:
#MARWAX
#MakesBoatsShine
#BoatCare
#YachtCare
#BoatPolishing
#BoatDetailing
Der Partner darf MARWAX als Partner nennen, sofern die Darstellung den Markenrichtlinien entspricht.
14. MARWAX MARKENAUFTRITT
MARWAX soll überall professionell und einheitlich auftreten.
Deshalb:
ERLAUBT
✓ MARWAX Partner
✓ MARWAX Academy Certified
✓ MARWAX Logo nach Vorgabe
✓ offizielle Marketingmaterialien
✓ MARWAX Partnerbekleidung
NICHT ERLAUBT
✕ Veränderung des MARWAX Logos
✕ Verwendung als eigenes Unternehmenslogo
✕ irreführende Darstellung als MARWAX-Niederlassung
✕ Weitergabe der Markenrechte an Dritte
✕ Nutzung nach Beendigung der Partnerschaft
15. KUNDENANFRAGEN ÜBER MARWAX
Geht eine Kundenanfrage über MARWAX ein, wird sie – soweit möglich – dem passenden regionalen Partner zugeordnet.
Der Partner erhält die Anfrage und entscheidet selbstständig über die Annahme.
Bei erfolgreicher Auftragsvermittlung gelten die im Partnervertrag vereinbarten Bedingungen.
Wichtig:
Die Qualität der Kundenbetreuung beeinflusst auch den Ruf des gesamten MARWAX Netzwerks.
16. KUNDENBESCHWERDEN
Beschwerden sollen nicht ignoriert werden.
Grundregel:
Erst zuhören. Dann prüfen. Dann lösen.
Der Partner informiert MARWAX bei relevanten Beschwerden über vermittelte Kunden möglichst frühzeitig.
Ziel ist nicht, einen Schuldigen zu finden.
Ziel ist:
Eine professionelle Lösung für den Kunden zu finden und aus Fehlern zu lernen.
17. SICHERHEIT
Arbeiten an Booten können besondere Risiken beinhalten.
Der Partner ist selbst für die sichere Durchführung seiner Arbeiten verantwortlich.
Besondere Aufmerksamkeit gilt:
-
elektrischen Anlagen
-
Maschinen
-
Leitern
-
erhöhten Arbeitsbereichen
-
rutschigen Oberflächen
-
Wasser
-
Reinigungsmitteln
-
Chemikalien
-
empfindlichen Oberflächen
Sicherheits- und Herstellerhinweise sind einzuhalten.
18. AUSRÜSTUNG
Ein MARWAX Partner sollte über eine für sein Leistungsangebot geeignete Grundausstattung verfügen.
Dazu können gehören:
-
geeignete Poliermaschinen
-
verschiedene Pads
-
Poliermittel
-
Reinigungsmittel
-
Mikrofasertücher
-
Abklebematerial
-
Beleuchtung
-
Verlängerungen / Stromversorgung
-
persönliche Schutzausrüstung
-
geeignete Versiegelungsprodukte
Die konkrete Ausstattung richtet sich nach den angebotenen Leistungen.
19. WEITERBILDUNG
Bootspflege entwickelt sich weiter.
MARWAX kann deshalb regelmäßig:
-
Academy-Schulungen
-
Produkttrainings
-
Praxistage
-
Online-Schulungen
-
Erfahrungsaustausch
-
neue Verfahren
anbieten.
Ziel ist:
Ein Partnernetzwerk, das gemeinsam besser wird.
20. MARWAX PARTNERSTUFEN
MARWAX kann zukünftig verschiedene Partnerstufen anbieten.
LEVEL 1
MARWAX ACADEMY CERTIFIED
Teilnahme an der Academy.
LEVEL 2
MARWAX PARTNER
Zertifizierter Partner im regionalen Netzwerk.
LEVEL 3
MARWAX PREMIUM PARTNER
Erfahrene Partner mit nachgewiesener Qualität und regelmäßiger Weiterbildung.
Die jeweiligen Voraussetzungen und Vorteile werden von MARWAX separat festgelegt.
21. UNSER GEMEINSAMER ANSPRUCH
MARWAX soll nicht das größte Netzwerk um jeden Preis werden.
Es soll ein qualitatives Netzwerk werden.
Deshalb gilt:
Lieber weniger Partner, die wirklich professionell arbeiten, als viele Partner, die den Qualitätsanspruch nicht erfüllen.
Jeder Partner trägt mit seiner Arbeit zum Ruf des gesamten Netzwerks bei.
22. DIE MARWAX PARTNER-REGELN
10 GRUNDSÄTZE
01 – Ehrlich beraten.
02 – Sauber arbeiten.
03 – Vorschäden dokumentieren.
04 – Keine unrealistischen Versprechen machen.
05 – Qualität vor Geschwindigkeit.
06 – Kundenboote respektvoll behandeln.
07 – MARWAX professionell repräsentieren.
08 – Probleme offen kommunizieren.
09 – Wissen miteinander teilen.
10 – Immer daran denken:
